Große Nordkaptour 2008
Nach ein paar schönen Tagen in Berlin bei unseren Freunden machten wir uns auf den Weg.
Es sollte die letzte große Etappe auf diese Tour sein.
Wir starteten an einem schönen sonnigen Herbsttag und der Weg aus der Stadt war nicht so schlimm wie wir erwartet hatten.
Wir brauchten nicht lang bis wir das Großstadtgewirr hinter uns gelassen hatten und einmal mehr Landluft schnupperten.
Die Landschaft änderte sich zusehends und tauchte die Wälder und Felder in herbstlich bunte Farben.
Auch die Temperaturen änderten sich und die Tage wurden kürzer und kürzer so das wir so manches Mal sehr früh ins Zelt krabbeln mussten.
Die Nächte waren schön warm aber der erste Gang am Morgen aus dem Zelt war unangenehm kühl und feucht.
Wir wussten, daß es nicht mehr lange dauern würde bis wir zu Hause sind und der Gedanke half uns jeden Morgen aufs Neue aus dem Zelt zu kommen.
Jeder Tag an dem es nicht regnete nutzten wir nun um unserem Ziel ein Stückchen näher zu kommen.
Unser Weg führte uns durch die Altmark Richtung Magdeburg an die Elbe.
Diese verließen wir nach einigen Kilometern und folgten dann dem Mittellandkanal nach Hannover wo wir spontan zu unserer Freundin fuhren bei der wir auch die erste Nacht unserer Tour verbrachten.
Die Freude war auf beiden Seiten sehr groß und man hatte sich viel zu erzählen.
Nach einer schönen Nacht in Hannover starteten wir unsere letzte Etappe.
Wir waren beide überwältigt von diesem Gefühl, wir wussten nicht ob wir lachen oder weinen sollten.
Nach 7031 Kilometern erreichten wir unser Ziel „ Hildesheim „.
Wir hatten es geschafft die Ostsee aus eigener Kraft mit unseren Fahrrädern zu umrunden.
Wie möchten uns bei allen bedanken die an uns geglaubt haben und uns mit guten Worten und Gedanken
unterstützt haben.
Vielen Dank
Jan & Tina
An den polnischen Masuren angekommen konnten wir uns erstmal ein paar Tage vom Fahrradfahren erholen.
Wir bekamen Besuch von Kasten & Caroline die mit Ihrem Bulli gekommen waren. Dankbarer weise hatten wir die Möglichkeit unsere Fahrräder für die Zeit unserer gemeinsamen Reise am Bulli zu transportieren.
So fuhren wir ein paar Tage gemeinsam durch die Masuren, erkundeten Danzig bei einem ausgiebigen Stadtrundgang und wanderten gemeinsam zu den Wanderdünen von Leba.
Es waren angenehme Tage für uns, die leider viel zu schnell vergingen. Wir konnten mal wieder alle Annehmlichkeiten und Vorzüge eines Autos genießen und mussten einmal weniger unser Ausrüstung selbstständig transportieren. Karsten & Carolin verwöhnten uns in diesen Tagen sehr, bis sich unsere Wege trennten. Wir fuhren nun an der Ostsseeküste, die hier mal steil oder flach verlief, immer Richtung Westen.
Wir kamen durch einige Küstenorte, die wohl vor ein paar Wochen noch von Touristen bevölkert wurden und nun fast ausgestorben schienen. Überall waren kleine Verkaufsstände und Buden die schon geschlossen waren. Selbst die Campingplätze hatten schon das Saisonende eingeleitet, so das wir einige mal etwas länger nach einem Platz für die Nacht suchen mussten.
Nach einer Woche mit täglichem Rückenwind hatten wir die Grenze zu Deutschland fast erreicht.
Hier trafen wir auf Birgit & Bernd, einem Biker Pärchen aus Deutschland (Hannover).
Sie waren ähnlich wie wir seit Mai mit Ihren Rädern auf dem Weg um die Ostsee. Das erste Mal hörten sie vor ca. zwei Monaten in der Nähe von Tallin von uns. Von dort fuhren wir immer ca. 2-3 Tage vor den Beiden ohne es zu wissen. Die Freude über unsere Begegnung war groß. Sie hatten schon nicht mehr damit gerechnet noch auf uns zu treffen.
Wir fuhren einen Tag gemeinsam und schliefen die letzte Nacht auf Polnischem Boden gemeinsam in einem Bungalow. Wir hatten uns eine Menge zu erzählen, da wir oft die selben Strecken und Wege benutzt hatten. Wir feierten gemeinsam ein kleines Abschiedsfest von unseren Touren.
Die Grenzübergang bei Swinemünde war schnell überschritten und wir entschieden uns einen kleinen Abstecher über die Insel Usedom zu fahren bevor wir unseren Einladungen nach Berlin folgten.
Wir benutzten hierfür den Radfernweg Berlin-Usedom. Der Radweg führt durch die Ueckermark und die Schorfheide direkt nach Berlin.
Hier verbrachten wir dank unsern Freunden Monika& Wilfried, Britta und Carolin& Kasten ein paar schöne Tage.
Auch einem Besuch und der Durchfahrt des Brandenburger Tores mit unseren Rädern konnten wir uns nicht entgehen lassen.
Langsam zieht es uns aber wieder aus der Stadt und zurück auf unsere Räder.
Unsere letzten Etappen stehen uns bevor und wir werden einen Weg durch die Altmark Richtung Heimat nehmen.
Wir freuen uns schon jetzt unsere Freunde und Familien wieder zu sehen.
Bis bald Tina & Jan
Auf die Kurische Nährung kamen wir schneller als erwartet voran.
Zum einen konnten wir nur die „europäische„ Hälfte, ca. 50 Kilometer, befahren, da wir kein Visa für Kaliningrad hatten. Zum anderen bekamen wir für einen Tag einen Gepäcktransport von Anke & Jens aus Deutschland die freundlicherweise all unsere Sachen bis zum Tagesziel mitnahmen.
Es war ein echter Genuss und eine tolle Erfahrung einmal ohne Gepäck in einem fremden Land mit dem Fahrrad fahren zu können. Wir flogen förmlich über die Insel.
Vom europäischem Endpunkt der Nährung in Nida fuhren wir mit der Fähre wieder auf das litauische Festland um nicht die ganze Strecke noch einmal zurück fahren zu müssen.
Wir gingen an der Nemunasmündung (Memel) von Bord und folgten dem Fluss immer ostwärts.
Immer in Sichtweite auf der anderen Seite des Flusses Kaliningrad. Unfassbar “so nah und doch so fern“.
Wir fuhren soweit Richtung Osten bis wir die Enklave Russlands umfahren hatten. Dieses Gebiet ist so wie die Kurische Nährung sehr flach, sandig und bewaldet.
Von Jurbarkas aus, der einzigen Brücke über die Nemunas (Memel), in einhundert Kilometern Entfernung zur nächsten Brücke oder Fähre, versuchten wir das leichte Gebirge, welches uns bis nach Polen begleiten sollte, so gut wie möglich zu umfahren. Wir hatten in Litauen so gut wie keine Möglichkeit Campingplätze anzufahren und waren daher oft auf die Gastfreundschaft der Litauer angewiesen.
Oft fuhren wir an Nachmittagen wenn die Tagesetappe dem ende Nahte auf Bauernhöfe um dort zu fragen ob wir für die Nacht unser Zelt in der Nähe des Hauses aufschlagen dürften.
Dies war eine Aufgabe die nicht immer leicht zu bewältigen war da gerade die älteren Leute kein Englisch oder Deutsch sprachen. So verständigten wir uns oft mit Händen, Füßen und Skizzen im Sandigen Boden. Nach anfänglichen Verständigungsschwierigkeiten und ein wenig Zurückhaltung, die immer dem Interesse an uns, unsere Reise und den bepackten Fahrrädern wich, durften wir ausnahmslos auf allen Höfen übernachten. Obwohl die Menschen für unsere Begriffe oft noch sehr einfach leben, bekamen wir immer kleine (für uns große) Aufmerksamkeiten in Form von Äpfeln, Gurken, Tomaten, Zwiebeln und frisch gemolkener Milch zugesteckt. Einmal wurden wir zu Vodka , Speck und Brot eingeladen. In der Regel kamen Landkarten auf den Tisch und wir mussten Zeigen welche Strecke wir schon hinter uns hatten, woher wir kommen und welchen Weg wir noch vor uns haben.
Das ganze war mit ungläubigem Staunen und Gelächter verbunden.
Nach den schönen Stunden am Abend viel der Abschied am Morgen für alle Beteiligten besonderst schwer und wir mussten versprechen bei unser Heimkehr Karten aus Deutschland zu schicken.
Diese Form von Herzlichkeit hatten wir so nicht erwartet und sie trägt sich bis nach Polen weiter, wo uns die Menschen genauso freundlich aufnehmen, wenn wir sie um einen Platz für die Nacht bitten.
Wir haben beschlossen auch später in Deutschland so unsere Übernachtungsplätze zu suchen, denn das ist eine besondere Art des Reisens, die uns sehr gefällt und wir das Gefühl bekommen, so noch mehr über die Menschen zu erfahren. Vom hügeligem Hinterland in den Polnischen Masuren geht es jetzt weiter Richtung Danzig, wieder zurück an die Ostseeküste der wir dann bis an die Deutsche Grenze folgen werden.
Bis bald Tina & Jan
Wir hatten Riga erreicht und eine super Unterkunft auf Empfehlung gefunden, in der wir bereits von Helmut, einem Deutschen aus Hannover, erwartet wurden. Helmut hatte von unserem Besuch in Riga von einem anderen Radfahrer ( Carlos ) den wir ein paar Tage vorher trafen erfahren. Carlos hatte uns die Unterkunft empfohlen. Wir fühlten uns gleich Willkommen und beschlossen hier etwas länger zu bleiben um ein wenig Kraft zu tanken.
Unsere Tage verbrachten wir mit ausgiebigen Stadtrundgängen auf denen sich Helmut als super Stadtführer erwies. Riga ist eine sehr interessante Stadt die geschichtlich und kulturell Besuchern wie uns eine Menge zu bieten hat. Auch die Altstadt mit ihren vielen Altbauten ist unheimlich schön zu betrachten und lud zu langen Spaziergängen ein. Die Abende ließen wir bei sommerlich warmen Temperaturen bis tief in die Nacht in einem Biergarten ausklingen.
Einen ganzen Tag nutzten wir zu einer Bootstour im Gauja Nationalpark in direkter Umgebung von Riga.
Recht schnell, wie schon häufiger auf unserer Reise, machte sich Aufbruchstimmung in uns breit und so verließen wir Riga nach einer Woche Aufenthalt. Wir verließen die Stadt über eine Autobahn Richtung Westen auf der wir den Standstreifen nutzten mussten da es hier keinen Fahrradweg gab.
Nach ca. dreißig abenteuerlichen Kilometern fuhren wir endlich wieder auf ruhigen Landstraßen.
Zum letzten mal auf unsere Reise sollte uns der Weg noch einmal direkt an der Küste Richtung Norden zum „Kap Kolka“ führen.
Vom zweiten „Kap“ auf dieser Reise fuhren wir weiter durch das Inland der Landspitze um auf der anderen Seite wieder auf die Ostssee zu treffen um hier den Küstenverlauf bis zur „Kurische Nährung„ zu folgen. Die Landschaft wechselt von weiten Wiesen zu dicht bewaldete Flächen die wie so oft in Küstennähe stark vom Wind geformt sind. Alles auf dem Land wirkte auf uns ein wenig einfach und noch sehr traditionell. Hier und da sah man aber schon ein wenig vom Aufschwung den Lettland erreichte.
Wieder einmal auf dieser Reise trafen wir auf einen Radfahrer (Lothar) der ein paar Tage gemeinsam mit uns fuhr. Es ist immer schön auf gleichgesinnte zu treffen und sich austauschen zu können.
Nach dem wir die „Kurische Nehrung„ verlassen haben werden wir auf der Litauischen Seite dem Grenzverlauf Richtung Kaliningrad bis nach Polen folgen.
Bis bald Tina & Jan
An der mittelfinnischen Seenplatte angekommen nahmen wir uns erst mal einmal eine kurze Auszeit auf einem Campingplatz.
Hier lernten wir Ilse & Werner, ein Deutsches Ehepaar mit Wohnmobil, kennen.
Zu dieser Zeit war auch gerade das Endspiel der Europameisterschaft und wir konnten es mit Ilse & Werner in ihrem Wohnmobil sehen. Trotz des Ergebnisses L war es ein wunderschöner Abend mit den beiden.
Am nächsten Morgen, gerade mit dem Aufbruch beschäftigt, lernten wie Patrik & Daniel
(die beiden sind mit ihrem Bus in Skandinavien unterwegs und kommen aus den Niederlanden) kennen .
Wir entschlossen uns, sie bei ihrem für diesen Tag geplanten Wanderausflug auf den nahegelegenen Aussichtsberg Koli (347 Meter) zu begleiten. Die schon gepackten Räder konnten wir glücklicherweise für diesen Tag bei Ilse & Werner am Wohnmobil unterstellen.
Wir verbrachten eine angenehmen Wandertag mit Patrik & Daniel auf dem Koli, von dem aus man eine ganze Seenplatte betrachten konnte.
Am nächsten Morgen brachen wir nach einem langen Abschied wieder auf.
In den nächsten Tagen fuhren wir immer in Südwestlicher Richtung.
Die Landschaft wurde immer offener.
An einem der nächsten Tage trafen wir kurz nach unserm Aufbruch auf Riitta die mit einer Panne an ihrem Rad an der Straße stand. Nach den wir den kleinen Schaden behoben hatten lud uns Riitta zu sich und ihrem Mann Max in ihr Sommerhaus ein.
Wir blieben dort für zwei unvergessliche Tage und Nächte und konnten dort einmal wieder Richtig Kraft tanken. Nach diesen zwei wirklich schönen Tagen brachen wir schweren Herzens wieder auf in Richtung Südwesten und kamen nun immer näher an Helsinki heran.
Was man nicht nur an der immer stärker werdenden Besiedlung merkte, sondern auch an dem immer stärker werdendem Straßenverkehr.
Nachdem wir Helsinki erreichen werden wir uns eine Fähre nach Tallin nehmen und in Estland unsere Reise fortsetzen.
Bis bald Tina & Jan
Wir sind in der letzten Woche der Grenzstraße zu Russland durch das, schwerer als erwartete, Gebirge gefolgt. Mehr als einmal mussten wir wieder alles geben.
Hier hatten wir den Canion „ Julma Ölky „ und auf einer weiteren Wanderung die dortigen Felszeichnungen besichtigt.
Mehr spontan als geplant sind wir zu Mittsommer auf einen Campingplatz gefahren und wurden dort von ein paar Finnen eingeladen an der traditionellen Mittsommerfeier und dem dazu gehörendem Johaneskökt teilzunehmen. Diesem Angebot konnten wir uns nicht entziehen und so haben wir ausgelassen mit den Finnen gefeiert. Schweren Herzens haben wir dann unsere neu gewonnenen Freunde nach zwei Tagen verlassen. Nicht ohne versprechen zu müssen, dass wir noch einmal wieder kommen.
Was uns bei diesen herzlichen Menschen nicht schwer fallen wird .
In den nächsten Tagen führte unser Weg durch eine sich nur langsam verändernde Landschaft.
Die Wälder die noch vor kurzem fast nur von Birken bestimmt wurden wechseln nun das Bild und teilen sich den Platz wieder mit Nadelbäumen. Manchmal hatten wir schon das Gefühl das wir durch einen Großen zusammenhängenden Wald gefahren sind. Weiter im Süden kommen dann längere offene Abschnitte mit Wildblumenwiesen in voller Blühten und Farbenpracht zum Vorschein.
Juni heißt Regenzeit in Skandinavien und das sollten auch wir zu spüren bekommen. Ein paar mal mussten wir uns an Regnerischen Tagen immer mal wieder ein Plätzchen für die kurzen Regenschauer suchen und
zwischendurch sogar einen Regenpausentag in kauf nehmen.
Wenn man Glück hat, und sich so wie wir mit einem leisen Fortbewegungsmittel bewegt, kann man auch hier noch Elche sehen denn sie bemerken einen erst ziemlich spät. Rentiere hatten wir schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen und wir schlossen daraus, dass wir nun weit aus dem Norden gefahren waren.
Unserem angekündigtem Besuch am russischen Schlagbaum wollten wir natürlich auch nachkommen, doch weiter als bis an den Grenzposten der Finnischen Grenzer konnten wir nicht. Somit haben wir nur ein paar Fotos vom europäischem Posten der Finnen machen können.
Ein kleiner nicht gravierender Defekt an Tina“s Rad hatte uns zu einem unfreiwilligem Reparaturstop auf offener Strecke, mitten in einer Tagesetappe, zum Halten gezwungen. Selbst ist die Frau/ Mann. Wir konnten den Schaden schnell wieder beheben und saßen bald wieder in unseren Sätteln.
Nun sind wir an der mittelfinnischen Seenplatte angekommen.
Unser weg soll uns von hier in einem großen Bogen Richtung Westen (Ostsee) über Tampere nach Helsinki führen. Laut Karte sind hier mehr Seen und weniger Berge.
Bis bald Tina & Jan
Voller Freude haben wir unsere Räder wieder in empfang nehmen können und konnten dieses mal auch gleich wieder richtig durchstarten und nicht wie nach unsere letzten Pause nur mit Mühe .
Vom fast nördlichsten Punkt der Ostsee an dem unsere Räder standen, waren wir dem Torneälven der bei Haparanda ins Meer mündet bis ins Aavasaksagebierge gefolgt. Hier gingen wir über die Grenze nach Finnland. Nach zwei Tagen hatten wir von hier aus Rovaniemi am Polarkreis erreicht. In Rovaniemi trafen wir auf einen Deutschen Radfahrer der auf dem Weg zum Nordkap war und aus dem Süden kam. Wir tauschten uns über wissenswerte Dinge aus die wir jeweils für den weiteren Verlauf unserer Reisen gebrauchen konnten. Viele Fernradfahrer auf dem Weg Richtung Nord oder Süd kommen hier durch und so trafen wir noch drei Dänen und einen Italiener die hier halt machten. Wir besuchten das Arktikum und ließen uns von einem 3D Nordlichteranimation beeindrucken. Traditionell heißt es das der Weihnachtsmann aus Rovaniemi kommt und so kamen auch wir nicht um einen Besuch des Weihnachtdorfes herum, an dem man dann auch den Polarkreis überschreiten konnte. Es war dort eine Menge los und so hielten wir uns nicht lange auf sondern machten ein paar Fotos von uns und der Polarkreislinie, die hier verläuft, und setzten dann unseren Weg noch ein Stück Richtung Norden fort.
In den darrauffolgenden Tagen knickte unser Weg Richtung Osten ab und wir fuhren bis dicht an die Russische Grenze heran. An diesem Punkt war der Nördlichst Punkt unserer Reise ( mit Fahrrädern ) erreicht. Nun sind wir wieder auf unser ursprünglich geplanten Route angekommen.
Ab hier folgen wir dem direktem Grenzverlauf Richtung Süden und werden uns wohl auch einen Abstecher an den Russischen Schlagbaum nicht entziehen können.
Wir werden der Grenzstraße durch das“ leichte“ Karelische Gebirge bis zur Höhe der mittelfinnischen Seenplatte folgen und dort einen weiten Bogen Richtung Westen fahren um dort weit unten im Süden erneut auf die Ostsee zu treffen.
Bis bald Tina & Jan
Nach dem wir vor einigen Tagen den Nördlichsten Punkt der Ostsee erreicht hatten waren wir in das Inland aufgebrochen. Die Endscheidung viel uns nicht leicht aber wir haben uns für die weitere Reise zum Nordkap ein Auto für zehn Tage geliehen unsere Räder ließen wir stehen und holten sie später wieder ab. Zu dieser Planänderung hatten wir uns entschieden da im Inland zum teil noch bis zu einem Meter Schnee lag .Im Rückblick war es die Richtige Entscheidung. Wir konnten somit die indirekte Route über Keruna – Navik und dann endlang der Norwegischen Küste zum Kap fahren und auf dem Rückweg einen weiteren Bogen Richtung Osten nehmen. Zu unserem erstaunen lag dann doch noch einiges an Schnee und die Seen waren zum teil noch gefroren. Es ist wunderschön und wir haben einmal mehr beschlossen dass wir noch einmal wieder kommen.
Unser Weg ging endlang des ca. 130 Kilometer langen Torneträsk Fluss der aber ehre wie ein riesiger See wirkt , links und rechts türmen sich hohe Berge auf diedasFlusstaleinrahmen.Unsere erste Polarkreisüberquerung liegt also auchs chonh interu ns.
Die Strecke zu Kap gestaltet sich landschaftlich sehr abwechslungsreich hohe Schnee bedeckte Berg tiefe gefrorene Fjorde.
Die anfänglich von uns so sehr bestaunten Rehntiere gehörten schnell zum normalen Bild und ließen sich auch nicht wirklich von stören wenn wir näher kamen.
Und plötzlich waren wir am Nordkap
Ganz anders als wir es uns dachten. Sturm, Regen, Nebel, 3°c und gerade mal ein zwei Meter Sicht.
Wir hatten uns schon vorher entschieden eine Nacht zu bleiben.
Wir bauten unser Zelt im Sturm auf und dachten das wir das Wetter einfach aussitzen konnten.
Nach einer wirklich extremen Nacht in der wir mehrere male dachten das der Wind uns jeden Moment das Zelt zerfetzten würde war aber immer noch keine Besserung in sich.
Mit einigen anderen Leidensgenossen welche die Nacht über in Ihren Zelten, Autos oder Wohnmobilen verbracht hatten trafen wir uns in der Eingangshalle des Nordkapgebäudes um Fotos zu machen und Karten zu schreiben.
Wir entschlossen uns von diesem für uns wirklich anziehendem Punkt abzureisen den auch unser Zelt hatte in dieser Nacht am Kap gelitten und einen leichten Riss davon getragen. Des weiteren hatte sich auch unser Zeltplatz als nicht Ideal erwiesen und sich über Nacht zu einer Seenplatte entwickelt.
Wir fuhren von der Nordkapinsel Richtung Osten und drehten noch ein paar Tage eine Rund durch Norwegen, Finnland und Schweden bis wir überglücklich unsere Räder wieder in empfang nehmen konnten.
Nun geht unsere Reise noch ein kleines Stück Richtung Norden den wir wollen den Polarkreis auch noch mit unseren Rädern überschreiten und an unsere ursprünglich geplante Route wieder anknüpfen.
Bis bald Tina & Jan
Die Tage der Endspannung liegen hinter uns und wir haben voller Tatendrang, und frisch überholten Fahrrädern, die nächsten Etappen in Angriff genommen und mussten entsetzt feststellen, dass unsere unfreiwillige Auszeit von Vierzehntagen doch zu lange war, und wir uns unheimlich schwer damit getan haben wieder in Schwung zu kommen. Doch wir haben die letzten schweren Berge der Hoga Kusten hinter uns gelassen und bewegen uns nun in der fast flachen Västerbotten Kommun.
Den Nachteil von flachen Kommunen bekommen wir seit einigen Tagen von vorn zu spüren, was bei den momentanen Temperaturen bei uns nicht wirklich Vorfreude auf die nächste Tagesetappe aufkommen lässt. Den Morgen versüßen konnte uns in den letzten Tagen nur unser, im letzten Oktober an der Küste vergrabener Schatz! ( Unser selbstgemachte Erdbeermarmelade J ) .
Da fällt auch der all morgendliche Kampf aus dem Schlafsack in die Kälte nicht ganz so schwer.
Wir finden immer wieder schöne Wildcampingplätze direkt am Meer mit Meeresrauschen zum einschlafen und Sonne um 3:15 Uhr zum aufwachen, was uns erst ein wenig zu schaffen machte, denn wir sind so viel Licht ja gar nicht gewöhnt. Wir haben uns Schlafbrillen besorgt und jetzt geht es besser die Nordländer brauchen so einen Quatsch natürlich nicht .
Vor einigen Tagen haben wir unsere ersten Elche gesehen. Sie standen zum Fressen in einem Vorgarten und haben sich kaum bewegt. Sie wirkten so unecht, dass wir im ersten Moment dachten, wer stellt sich denn solche Skulpturen in den Garten und das in Schweden. Kann ja jeder sagen, deshalb wollten wir sie auch fotografieren. Aber als wir unsere Kameras startklar hatten waren sie schon auf und davon.
Wir hoffen noch mal diese wirklich beeindruckenden Tiere sehen zu dürfen und werden uns dann sicher schlauer anstellen.
Fast unbemerkt haben wir unsere ersten Zweitausendkilometer zusammengefahren und freuen uns riesig darüber es so weit geschafft zu haben. Ab und zu müssen wir uns gegenseitig ein wenig motivieren.
Aber auch die Motivationen von daheim spornt uns an weiter zu Radeln, wenn es mal wieder ein wenig schwere wird .
Wir danken allen die an uns glauben. !!! und freuen uns über jedes Zeichen.
Unser Weg führt uns jetzt immer weiter Richtung Nordkap.
Wir endfernen uns bald von der Ostseeküste und schwenken ins Inland ein.
Die eine Variante wäre der direkte Weg. Die andere Variante wäre mit einem Linksschwenk über Norwegen verbunden um dort an der Küste nach Norden zu kommen . Die genaue Route ist von den Schneeverhältnissen im Innland abhängig.
Bis bald Tina & Jan
Eine kurze Etappe brachte uns nach Lugnvik zu unseren Freunden und wir konnten uns erst einmal richtig ausruhen.
Das erst Ziel unserer Reise war nach 1700 Kilometern erreicht.
Wir nutzten die Zeit um unser Wäsche zu waschen und unsere Fahrräder einer richtigen Wartung zu unterziehen. Wir putzen unsere Räder gründlich wechseln die Ketten und die Schaltkassetten an den Hinterrädern.
Am Vorderrad von Jan seinem Fahrrad musste zusätzlich die Narbe erneuert werden, da das Kugellager schaden genommen hatte, und wir nicht das Risiko eingehen wollten später im hohen Norden eine Panne zu haben. Dieses sollte sich aber schwieriger als gedacht erweisen, denn der hiesige Fahrradhändler bekam das richtige Ersatzteil nicht geliefert und wir mussten länger bleiben als wir eigentlich geplant hatten. Unsere Beine dankten uns die länger Pause trotzdem.
Wir besuchten den nahe gelegenen Nationalpark und machten dort einen Spaziergang.
Auch kulinarisch war unser Auszeit ein echter Gewinn und wir genossen auch mal wieder Mehrflammengerichte.
Nach einigen Tagen des Wartens drängte es uns aber schon wieder zur Weiterfahrt und das Warten auf das Ersatzteil stellte unser Geduld auf eine harte Probe.
Aber auch das Warten hatte seinen Nutzen, denn die Außentemperaturen waren in der Zwischenzeit auf angenehme Weise angestiegen und sollten so unsere weiterfahrt positiv beeinflussen.
Bis bald Tina & Jan
Wir nutzten das schöne Wetter nach unserer Regenpause in Hudiksvall und fanden am Abend einen schönen Platz direkt am Meer. Wir schliefen bei sanftem Meeresrauschen ein und wurden von den ersten Sonnenstrahlen geweckt. Es war einer der schönsten Schlaffplätze unsere bisherigen Reise.
Wir kamen weiter in eine extrem bergige Gegend und wir mussten mal wieder alles geben.
Vor jeder Bergkuppe dachten wir es sei die letzte aber es sollte am Ende ein Anstieg von Kilometern werden und nach jeder Kuppe kam die nächste.
Auf der Spitze des Berges wurden wir mit einer frostigen Überraschung belohnt, denn zu unsere Verwunderung waren die vielen Bergseen noch gefroren und es lag auch noch Schnee in wunderschöner Anblick. Die Abfahrt war natürlich genauso steil wie die Auffahrt und wir holten schnell unsere warmen Jacken aus den Taschen um nicht zu frieren. Nach dem langen Anstieg war das Abfahrtsvergnügen nur leider viel zu schnell vorbei. Obwohl wir an diesem Tag nicht wirklich viele Kilometer gefahren waren, so waren wir doch wirklich erledigt und suchten uns eine schöne Herberge für die Nacht um uns für die nächste Etappe zu stärken .
Bis bald Tina & Jan
Wir hatten ein paar schöne Tage in Stockholm doch es zog uns wieder auf´s Land.
Dies war bis jetzt mit Abstand die schlimmste Etappe die wir bis jetzt gefahren sind.
Stockholm der GroßstadtJungle ist nicht gemacht für Biketraveler.
Wir suchten manchmal vergebens nach einem Weg nach Uppsala und dank Jan, der ein super Navigator ist, haben wir es dann auch nach 90 Kilometer erreicht .
Nach dieser anstrengenden Fahrt gönnten wir uns in Uppsala erst einmal einen Ruhetag.
Uppsala ist eine sehr schöne Stadt.
Wie in jeder größeren Stadt, gibt es auch hier einen alten Stadtteil, den wir uns anschauten.
Dieser bestand aus alten Gebäuden und Hügelgräbern aus der Wikingerzeit.
Von Uppsalas Dom führt ein Pilgerweg zur Gamla Uppsala Kirche, welchen wir mit dem Rad gefahren sind.
Am nächsten Tag setzten wir unsere Fahrt nach Norden fort und zu unserem Glück war der Weg aus der Stadt nicht so schlimm wie wir anfangs gedacht hatten.
Ein schöner Weg über Land der sehr gut zu fahren war führte uns nach Söderfors.
Wir fuhren noch etwa 2-3 Kilometer aus Söderfors heraus in Richtung Gävle und fanden einen super schönen Platz an einem See.
Wir hatten eine Feuerstelle und sogar gehacktes Holz lag an einem Unterstand bereit.
Schnell legten wir ein kleines Feuerchen an und erbauten unser Zelt für die Nacht und genossen noch die letzten Wärmenden Sonnenstrahlen bevor wir es uns in unserem Eigenheim gemütlich machten.
Am nächsten Morgen weckte uns die Sonne.
Wir Frühstückten gerade als ein Auto vorfuhr.
Zu unsere Freude war es ein sehr netter Schwede mit Kölner Wurzeln der nun aber seit über 30 Jahren in Schweden lebt .
Er freute sich mit uns Deutsch zu sprechen und hatte viel zu erzählen und wir natürlich auch.
Er fand unser Vorhaben sehr interessant und wünschte uns noch eine gute Weiterfahrt.
Wir fuhren Nach Gävle weiter und auf dieser Fahrt konnte Jan seiner neu gewonnenen Leidenschaft dem Pfandflaschensammeln nachgehen.
Da diese Etappe eher eine Spatzierfahrt werden sollte war es auch nicht ganz so tragisch das wir etwas länger brauchten.
Er sammelte so viel das wir nur die hälfte für den Einkauf bezahlen brauchten.
Am nächsten Tag fuhren wir auf den Campingplatz in Ljusne der von zwei Niederländer geleitet wurde. Wir bekamen eine Stugar.
Die war wirklich sehr gemütlich und wir fühlten uns gleich wohl.
Wir machten uns einen schönen Abend und freuten uns auf den nächsten Tag.
Der nächste Tag mein Geburtstag !
Die Sonne Scheint als ich die Augen aufmachte Jan war auch gerade aufgewacht und
Beglückwünschte mich gleich.
Ich verlies die Stugar eine Augenblick und als ich zurück kam war der Tisch Gedeckt und
auch ein Geschenk lag darauf.
Ich hab mich sehr gefreut über diesen festlichen Tisch.
Diese Etappe führte uns durch eine Gegend in der es wohl letzte Woche noch geschneit hatte.
Wir konnten noch die Überreste sehen und uns wurde auch schlagartig kälter bei diesem Anblick.
Dieser Tag war sehr mühsam und führte uns bergauf und bergab, bis wir dann schließlich in Hudiksvall angekommen sind.
Wir halten uns gerade auf einem Campingplatz auf der wunderschön im Wald liegt und von dem aus man das Meer sehen kann.
Heute machen wir einen Ruhetag damit wir morgen wieder voll einsatzbereit sind.
In den nächsten Tagen fahren wir nach Lugnvik zu Freunden von uns wo wir uns
eine Auszeit nehmen um Kraft zu tanken, Wäsche zu waschen und die Fahrräder zu reparieren.
Bis bald Jan & Tina
Vielen dank für die vielen Lieben Geburtstags Grüsse .
Tina
Wir haben in den letzten Tagen mit Freude festgestellt dass es in Schweden ein hervorragendes Pfandsystem gibt.
Wir wissen es jetzt für uns zu nutzen, denn endlang der Straßen liegen leider mehr als nur ein paar zu viele Dosen und Pfandflaschen auf die man Pfandgeld bekommt.
Unsere Aufgabe besteht also jetzt darin, alle noch verwertbaren Flaschen aufzusammeln und sie im nächsten Ort am Supermarkt zu Geld zu machen, das wir dann gleich in Süßigkeiten umsetzen.
Wir haben es bis jetzt schon auf eine beachtliche Summe von immerhin 15€ gebracht
und wir denken, dass es noch lange nicht alles ist; denn der Weg bis zum Nordcap ist ja
schon noch ein gutes Stück hin.
Die Ladekapazität unserer Räder scheint jedenfalls nahezu unerschöpflich, denn die Dosen und Flaschen wiegen fast nichts.
So leisten wir auf unserer Reise nicht nur einen nützlichen Beitrag für die Umwelt, sondern bessern auch noch unsere Reisekasse ein wenig auf . Und das ganze ist Steuerfrei J
Wenn es doch mal zu viel werden sollte kaufen wir natürlich auch etwas anderes als nur Süßigkeiten.!!!!
Unser Tatendrang kennt keine Grenzen Tina & Jan Supertramp
Nach dem wir mit der Fähre von Gotland auf das Festland zurück kamen und wir bis jetzt immer einen guten Platz für die Nacht gefunden hatten, sollten wir dieses mal auf die Probe gestellt werden.
Wir suchten in Nyneshamn und Umgebung vergeblich nach einer Unterkunft oder einem Campingplatz.
Kurzendschlossen fuhren wir in unsere für denn nächsten Tag geplante Tagesetappe. Doch es ließ sich bis kurz vor Sonnenuntergang einfach kein guter Platz für die Nacht finden.
Als wir schon ein wenig entnervt ein Haus mit vielen ausrangierten Bussen sahen, dachten wir beide das gleiche.
Nach kurzer Erklärung war der Besitzer des Grundstücks dazu bereit uns für eine Nacht in einem seiner Busse der als Wohnmobil ausgebaut war schlafen zu lassen.
Nach einer super Nacht mit der wir so nicht mehr gerechnet hatten setzten wir unsere Fahrt nach Stockholm fort .
Der Verkehr ist mörderisch und nach so vielen Kilometern über Land und ruhigen Nebenstraßen hatten wir mit solchen Eindrücken nicht gerechnet.
Doch Stockholm hatte das beste Wetter für uns bereit gehalten und so nutzten wir die Zeit für eine paar ausgiebige Stadterkundungen (zu Fuß versteht sich!)
Wir waren im ehemaligen Stadtgefängnis „Langholmen“ untergekommen.
Die Zimmer sind die Ehemaligen Gefangenenzellen und so schliefen wir im wahrsten Sinne des Wortes hinter Schwedischen Gardinen. J
Stockholm ist eine Wunderschöne Stadt und es gab viel für uns zu sehen.
Wir hatten uns beide gut erholt und freuten uns die Stadt so schön sie auch ist wieder gegen die ruhiger Landschaft eintauschen zu dürfen.
Bis bald Tina & Jan
In Kalmar angekommen mussten wir feststellen, dass wir nicht wie bisher gedacht mit den Bikes über die ehemals längste Brücke Europas auf die Insel Öland fahren durften. Es gab hier keinen Standstreifen für Autos und auch keinen Radweg auf dem wir hätten fahren können.
Wir haben also notgedrungen einen Bus zur Überfahrt genommen.
Die Insel selbst ist nur ca. sechs Kilometer vom Festland entfernt und liegt als langer flacher Streifen davor. Dennoch ist die Landschaft verändert.
Die erste Etappe hier war auch gleich eine richtige (die bisher härteste, wenn auch nicht die längste aber dafür 65 Kilometer nur gegen den Wind ) endlang der Westseite durch eine flache ruhige Heidelandschaft bis runter an den Südlichsten Punkt der Insel an den Leuchtturm „Lange Jan“ (der Name war verpflichtend !!!).
Den nächsten Tag gab es erst einmal frei, denn wir waren echt ausgepowert von dieser Tour.
Die übrigen Nächte hier auf Öland bekommen wohl noch einen echten Expeditionscharakter, denn die meisten Jugendherbergen sind noch bis Mitte Mai geschlossen und wir müssen auf unser Nylonzimmer zurück greifen. Unser Weg geht nun weiter an der Ostseite der Insel rauf Richtung Norden und zurück auf das Festland als Zwischenstation für einen Tag, denn die Fährtickets zur Nachbarinsel Gotland sind schon gebucht .
Mal sehen was uns dort erwartet.
Bis bald Tina & Jan
Nach zwei, nicht alt zu langen Etappe über das Festland waren wir mit der Fähre nach Gotland aufgebrochen.
Bei der Abfahrt im Hafen von Oskarshamn wurden wir vom strömenden Regen verabschiedet.
Auf der Überfahrt trafen wir Gun & Jan, zwei Gotländer/rin die wir bei einer unserer Tagesetappen vor ca. zwei Wochen kennen gelernt hatten. Gun & Jan kümmern sich ehrenamtlich um die Beschilderung des „Cykelsparet“ und sie waren auf ihrer diesjährigen Kontrollfahrt.
„Cykelsparet“ der Radweg, dem wir seit Ystad folgen und auch bis zum Ende in Haparanda folgen werden.
Wir unterhielten uns ein wenig über die letzten Tage und sie boten uns an, am nächsten Tag eine Tour mit ihrem Auto auf Gotland zu unternehmen .
Ohne groß zu zögern haben wir das Angebot, mal nicht mit den Rädern zu fahren, gern angenommen, zumal wir feststellen mussten das unsere Zeitplanung für diese schöne Insel viel zu knapp bemessen war.
Gun & Jan holten uns am nächsten Morgen wie verabredet ab und wir fuhren an die für Gotland berühmten Raukas und andere sehr schöne Punkt der Insel.
Die Rauken sind Fossile wild zerklüftete Gesteinsformation aus der Urzeit die an manchen stellen der Küste auf einigen Kilometern Länge erhalten blieben.
Sie sind einfach nur unbeschreibbar schön anzuschauen.
Der nördliche Teil der Insel, den wir in unsere kurzen Zeit sehen konnten ist eine ehr magere Gegend mit einer vom Wind gezeichneten Vegetation. Der alte Stadtkern von Visby mit seinen Ruinen und noch fast erhaltenen Stadtmauer hat noch einen ganz eigenen Scharm.
Mann muss sicher mehr Zeit haben als wir eingeplant hatten.
Wir sind von dieser Hochseeinsel sehr beeindruckt und können sagen, dass wir bestimmt noch einmal wieder kommen.
Dank Gun & Jan bleibt auch ein Tag in Erinnerung an den wir auch sicher nach der Reise denken werden.
Unser Fähre für denn Rückweg war aber leider schon gebucht und Gotland sollte nur ein kleiner Abstecher auf unsere Route sein.
Ehr nebenbei und fast unbemerkt hatte wir die ersten Tausend Kilometer zusammen gefahren.
In der nächsten Wochen geht unser Weg über Stockholm und wir werden uns dort wohl noch ein paar freie Tage gönnen .
Tina & Jan
Nach dem Regen scheint auch mal wieder die Sonne.
In den letzten zwei Tagen wurden wir vom Wetter nicht wirklich verwöhnt und so konnten wir mal ausgiebig unsere Regenbekleidung testen,
“Fazit: sie taugt was sie kostet“
Wir fanden auch die Zeit ein neues Biker- Sprichwort zu formen.
„Und wenn Du am Berg denkst es geht nicht mehr !!! kommt irgendwo ne Abfahrt her, denkst Du dann aber es geht schon wieder, steht Dir die nächste Auffahrt gegenüber „
Für so etwas haben wir natürlich nur bei der langen Auffahrt eines Berges Zeit, bei den steilen kurzen Abfahrten muss man sich viel zu sehr konzentrieren . J
Uns ist auf jeden Fall der Spaß am Radfahren noch nicht vergangen.
Die Landschaft in den letzten zwei Tagen ist von ehr offenem, zu leicht bewaldeten
und doch eher hügeligem Gelände gewechselt und unheimlich schön, zumindest wenn die Sonne scheint (natürlich auch wenn sie nicht scheint).
Wir sind jetzt schon sechs Tage am Stück gefahren und gerade die letzten zwei Tage merken wir nun in den Beinen. Morgen werden wir also mal einen Wasch, Ruhe und Bike –Check Tag einlegen.
Auf die Strecke in denn nächsten Tagen freuen wir uns schon jetzt, denn wir nähern uns der
Insel Öland (die auch denn Name „ Sonneninsel von Schweden hat“)
Wir hoffen, dass die Insel das verspricht was der Name schon sagt.
Bis bald Tina & Jan
Ein schöner Weg
führt uns durch eine leicht hügelige Landschaft mit zart bewachsenen Weiden an den Kultplatz „Ales Stena „ der direkt am höchsten Punkt an der Steilküste über dem Meer liegt.
Von hier geht es weiter in eine flache offene und gelegentlich durch Feldsteinmauern,
Strauchhecken und einzelnen Gehöften durchbrochene Landschaft .
Es wechselt schnell in ein Gebiet das durch große Apfelplantagen auf leicht hügeligem Land durchzogen ist.
Wir kommen nun in einem Küstenort an, der im Hang steht. Man kann von hier aus den nächsten Teil der Küste, der uns in den nächsten Tagen bevor steht, schon sehen.
Wir beziehen hier eine Unterkunft für die Nacht und sind gespannt was hier in den nächsten Tagen noch alles auf uns wartet.
Tina & Jan
Nach einer ruhigen, siebenstündigen Überfahrt, sind wir im total nebligen (Waschküche) Trelleborg angekommen. Schnell haben wir uns denn richtigen Weg nach Smygehum gesucht und sind nach ca. einer Stunde Fahrt, in einer Herberge (alter Leuchtturm direkt am Meer ), angekommen.
Den nächsten Tag haben wir uns mal frei genommen und uns ein wenig die Umgebung angesehen, es gibt hier einige alte Grabstätten aus der Kreidezeit, den südlichsten Punkt Schwedens und eine tolle Landschaft zu bestaunen .
Die nächsten Tage verlaufen an der Südküste von Schwedens entlang und führen uns
an die Kultstätte „Ales Stenar „ eine schiffsförmige Steinformation aus der Wikingerzeit.
Die Nachttemperaturen werden uns wohl noch ein paar Tage dazu verleiten in Herbergen
zu übernachten. Die Tagestemperaturen hingegen reichen schon zu einer leichten Gesichtsröte. In den nächsten Tagen soll es wohl auch noch so sein.
Wir genießen die Zeit und nehmen es wie es kommt, jeder Tag hält wohl im Moment etwas Neues für uns bereit.
Bis bald
Tina & Jan
Die ersten Tage sind vergangen, und unsere schlimmsten Vermutungen bezüglich des Wetters haben sich nicht bestätigt.
Unsere Abfahrt und der nächste Tag wurde von Sonne, Schnee und Regen begleitet.
Nun sieht es wieder besser aus und auch die Temperaturen spielen mit.
Nachdem wir die ersten zwei Nächte noch in warmen Betten geschlafen haben, kamen
die ersten Nächte im Zelt. Das Zelt und auch die Schlafsäcke haben sich bestens bewährt.
Unsere ersten Tage führten uns über Hannover, Schwarmstedt in die Lüneburger Heide . Auf den sandigen Pisten in der Heide mussten wir schon mal einiges leisten.
Weiter ging unser Weg über Mölln und Lübeck nach Travemünde, er lief ganz ruhig am Kanal endlang.
Und auch das Wetter, scheint zumindest im Moment, wieder auf unserer Seite zu sein.
Die Suche nach einem Internetanschluss hingegen gestaltet sich unerwartet schwierig !!!!!
Am Dienstag geht unser Weg von Travemünde nach Trelleborg mit der Fähre nach Schweden.
Wir hoffen das auch hier das Wetter auf unserer Seite ist.
Bei nächster Möglichkeit gibt es neustes von uns.
Bis bald
Tina & Jan
Der Start
Endlich...am, 25.03.2008 sind wir in Hildesheim gestartet.
Wo wir uns immer aktuell befinden könnt Ihr auf unsereem Routenplan verfolgen.
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Aktuelle Bilder findet Ihr in unserer Galerie
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